Montag, 20. Februar 2012

Die Geburt

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Bereits in der 33. Woche hatte ich starke Kontraktionen, so dass ich Wehenhemmer einnehmen musste und einige Tage im Spital zur Beobachtung verbrachte. Das hat auch wunderbar geklappt, so dass ich dann ab der 36. Woche auch keine Angst mehr hatte, das Kind könnte zu klein sein und auch keine Angst mehr hatte vor weiteren Wehen... nur kamen da keine! Auch nicht am Termin... nix!

6. Tage nach dem Termin hatten wir Kontrolle und es hiess, wir müssen einleiten! Also nix mit geplatzter Fruchtblase im Ehebett und dann zusammen ins Spital! :-( Ich durfte Heim, meine Sachen holen und um 21.00 Uhr wurde eingeleitet. Mein Mann ging wieder nach Hause, weil die Wirkung einige Tage auf sich warten lassen kann... was für Aussichten! Na gut... also erst mal häuslich eingerichtet, dann um 00.30 mal die Schwester um ein Valium gebeten, weil ich einfach nicht einschlafen konnte. Kaum war die Tablette unten ging es los... erst mal liegen geblieben, probiert doch noch einzuschlafen. Klappte alles nicht. Also notdürftig was angezogen und in den Gebärsaal gedackelt. Da erstmal rein in die Wanne, Kontraktionen wurden aber nicht weniger. So den ganzen Rest der Nacht verbracht, rein und raus in die Wanne...

Um 7 den Mann informiert, das da nix ist mit arbeiten, er soll kommen. Dann mal was gegessen, raus einen Spaziergang machen, da waren die Wehen schon so stark, dass ich mich manchmal bei  ihm abstützen musste. Wieder rein in den Gebärsaal, Schichtwechsel der Oberärzte... neuer Arzt meint alles stoppen ich sei zu erschöpft... Wehenhemmer gekriegt, einige Zeit später neue Information, nun doch durchziehen. Da konnte ich langsam aber sicher nicht mehr, auch weil das Abtasten des Muttermundes jedesmal so schmerzhaft war und er sich einfach nicht weiter öffnete. Wieder rein in die Wanne, mir wurde übel (passiert wohl den meisten Frauen unter der Geburt)... raus aus der Wanne, Akupunktur probiert... nix gebracht, die Wehen waren schmerzhaft, aber der Muttermund öffnete sich nicht weiter als 5cm. Ich wollte keine PDA, hab weiter durchgehalten. Nun Lachgas bekommen... half etwa ne halbe Stunde, dann habe ich die Schmerzen nicht mehr ausgehalten. Als die Hebamme das dritte mal auf die PDA hinwies habe ich es mir überlegt, mit meinem Mann besprochen und gesagt ich mache eine. 2 Minuten später war der Anästhesist da... war wohl ziemlich dringend (mein Mann sagte mir viel später dann, dass es laut der Oberärztin wohl einen Kaiserschnitt gegeben hätte ohne PDA).

Zwar schliefen mir nach der PDA die Beine ein, aber ich konnte mal wieder etwas ausruhen und bin wohl sogar kurz eingedöst. Die zweite Nacht ohne Schlaf hatte begonnen und mit der PDA ging es endlich vorwärts. Ich konnte jede Wehe spüren, aber sie waren nicht mehr schmerzhaft. Um 5 Uhr Morgens war der Kopf zu sehen und ich konnte pressen. Kurz darauf hielt ich unsere Tochter im Arm, ein unbeschreibliches Gefühl!

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